Werbung in der Stadt
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Werbung in der Stadt ist lauter, greller, größer und bunter geworden. Litfasssäulen und große Plakatwände an jeder Ecke reichen den Werbetreibenden schon lange nicht mehr. Jede Bus- und Straßenbahnhaltestelle wird nun zu einer kompletten Werbe-Insel umfunktioniert, bis in die äußersten Bezirke. Die Haltestelle hat je nach Bedeutung zwei, drei oder gar vier überdachte Warteplätze. Von hinten und von der Seite sind sie auch geschlossen, damit es auch bei fiesem Wind nicht zu kalt wird. Aber alle Wände, Innen und Außen, dienen als Werbefläche, bis auf das Dach. Der Wartestand ist gut beleuchtet, was man in dunkler Nacht sehr schätzt, es kann nicht durchregnen und es gibt gepflegte Sitzplätze für die Wartenden. Auch für Fahrpläne und Infos der örtlichen Verkehrsbetriebe ist genug Platz reserviert.

Stadtmöbel nennen das die Leute von der Außenwerbung und sie haben noch mehr in petto. Riesige verglaste und beleuchtete Werbetafeln, die an der Straße im Boden verankert sind und mächtig Eindruck machen. Da fährt oder geht niemand dran vorbei ohne hoch zu schauen. Einen ganz ähnlichen Effekt haben die immer häufiger platzierten gigantischen Werbebanner. Auf Planen vor Baugerüsten sind diese Werbeflächen extrem eindrucksvoll. Werbebanner werden gedruckt auf PVC oder einer adäquaten Oberfläche und dann fügt man Bogen für Bogen zu einer gigantischen Werbe-Szenerie zusammen. Da entstehen ganze Landschaften oder die Plane zeigt schon, was gerade hinter diesem Baugerüst entsteht. Auf dem Köln-Bonner-Flughafen wurden seinerzeit neue mehrstöckige Parkhäuser gebaut. Kaum stand das Gerüst für die Fertigung, da gab es auch schon einen gigantischen Werbebanner über eine Fläche von über 1000m², der Werbung für den Flughafen Köln/Bonn und die zu erwartenden Parkplätze machte. Mittlerweile stehen alle Parkhäuser, aber während der Bauphase fuhr man hier nicht an einer grässlichen Baustelle vorbei, sondern an einer freundlich anzusehenden bunten Werbelandschaft. Man wurde damit schon eingestimmt auf die weite Welt, die man im Begriff war zu entdecken. Werbung ist zwar laut, manchmal schrill und überlebensgroß, aber in einer Großstadt hat man irgendwie das Gefühl, dass man nicht allein ist. Und das ist doch schon mal was.

Autor: Andreas Mettler
Email: presse[at]mettlerweb.de





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