Nützliche und nicht nützliche Affären
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Es gibt immer wieder sexuelle Beziehungen am Arbeitsplatz. Sicher, so sind schon viele Ehen oder langfristige Beziehungen gestiftet worden, aber die gängigste sexuelle Begegnung am Arbeitsplatz ist die Affäre. Viele nennen es abwertend auch das "Hochschlafen". In der Film- und Theaterbranche spricht man von der "Besetzungscouch". Gemeint sind, meist kurzfristige, sexuelle Beziehungen zwischen Vorgesetzten und abhängig Beschäftigten. Eine gewisse Affinität oder Anziehung ist hier sicher schon die Voraussetzung, damit überhaupt ein Kontakt zustande kommen kann. Und wenn es bei beiden "prickelt" oder "funkt" kann es nur von Nutzen sein. Allerdings lässt sich feststellen, je nützlicher ein Vorgesetzter ist, um so attraktiver erscheint er. Ein männlicher Vorgesetzter weiß, dass er für eine junge aufstrebende Mitarbeiterin von Wert ist und er muss damit kalkulieren, dass sie nicht allein wegen seines Charakters oder seines Aussehens mit ihm anbändelt. Auch er spielt mehr oder weniger offen die Karte der Protektion und schaut, was dabei herauskommt. Eine heiße Affäre, die ihn als Mann bestätigt und mehr nicht. Wenn die gewünschte Position innerhalb des Unternehmens durch diese Affäre erklommen ist, ziehen sich die Frauen meist wieder zurück. Die Romanze ist eben abgeebbt. Wenn das beide Beteiligte akzeptieren, kann das zu beider Wohl sein, aber wehe einer will nicht loslassen oder ist sogar verliebt. Das kann dann plötzlich lästig sein. Niemand wird gerne gekränkt und nicht selten reagieren "Abservierte" mit Wut und Rachegelüsten. Der Andere soll auch leiden. Und so streut man bei den Kollegen vielleicht gezielte Indiskretionen aus, nützt Kenntnisse aus der Privatsphäre um dem Anderen der Lächerlichkeit Preis zu geben. Wenn sich der Angegriffene wehrt, kann sich die Angelegenheit schnell hochschaukeln und die im Betrieb ausgetragene Fehde endet plötzlich mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen. Sprich: Abmahnung oder Kündigung. Wer weiß denn dann schon wer damit angefangen hat und wer das eigentliche Mobbingopfer war. Wer gemobbt wird und mit ähnlichen Waffen zurückschlägt, hat wenig Chancen. Das ist wie bei einer Schlägerei. Egal wer angefangen hat, beide Kontrahenten können wegen Körperverletzung angeklagt werden. Deshalb ist es für Mobbing-Geschädigte besser, sich sofort Rat bei einem Fachanwalt zu holen, damit die Situation nicht eskaliert und der Arbeitsplatz erhalten werden kann. Wer nie einen Anwalt brauchte und sich nicht auskennt, der kann sich in Minuten umfassend schlau machen. Er setzt sich an seinen PC und sucht im Internet z.B. nach "Rechtsanwalt Arbeitsrecht Köln". In der Kombination mit dem Städtenamen bekommt man dann das gesamte Angebot seiner Region. Alle Kanzleien stehen im Internet und so findet man auch alle Anwälte mit Arbeitsrecht als Schwerpunkt. Und so gerüstet, findet die Affäre mit dem Abteilungsleiter vielleicht doch noch ein gutes Ende...

Autor: Andreas Mettler
Email: presse[at]mettlerweb.de





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