Mobbing - Opfer am Arbeitsplatz
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Mobbing ist die fortgesetzte Schikanierung von Personen. Meistens findet man diese Fälle am Arbeitsplatz des Opfers. Mobbing ist keine Einzelhandlung zum Nachteil des Betroffenen, sondern findet systematisch und wiederholt statt. Die Täter nutzen gezielt die Unterlegenheit des Opfers aus. Die Unterlegenheit des Opfers muss nicht aus der hierarchischen Position des Opfers begründet sein, sondern kann auch in der Persönlichkeitsstruktur des Mobbing-Opfers (Unterwürfigkeit - wenig Selbstvertrauen).

Sie glauben, dass Mobbing ein Randproblem ist? Rund jeder neunte Erwerbstätige wird in seinem Leben einmal gemobbt! Eine Zahl, die an sich schon sehr auffällig ist, jedoch die Qualen der Betroffenen nicht annähernd beschreibt. Neben schweren Depressionen, Angstzuständen, Nervositätsleiden und Konzentrationsschwächen kann Mobbing bis zum Suizid des Betroffenen führen.

Häufigstes Angriffsziel der Mobber (Täter) sind, wie bereits erwähnt, Personen mit geringem Selbstvertrauen. Überraschenderweise trifft dieses Persönlichkeitsmerkmal auch oftmals auf den Täter zu. Er projiziert seine eigenen schlechten Emotionen auf das Opfer und verdeckt auf diese Art und Weise seine eigenen Unzulänglichkeiten.
Häufig trifft man diese Form in der Bossing-Variante des Mobbing. Bossing ist das Mobbing durch den Vorgesetzten (Boss). Und da mobbt der Chef nicht den schlechten Mitarbeiter, sondern die fachlich guten, qualifizierten und engagierten Mitarbeiter. Einzig und allein, weil er sich in seiner Position durch diese Mitarbeiter bedroht fühlt. Dies führt meistens bis zur eigenen‚ freiwilligen' Kündigung des Mitarbeiters.

Finanzielle Folgen für Unternehmen
Den Unternehmen entstehen durch das Mobbing nicht unerhebliche Schäden. Neben Minderleistung, Fluktuation und Fehlzeiten kommen Kosten für Arbeitsgerichtsprozesse und auch Schadenersatzklagen auf das Unternehmen zu. Der Deutsche Gewerkschaftsbund rechnet mit Kosten von 100-400 Euro pro durch Mobbing bedingten Fehltag.
Und Fehlzeiten von 6 Wochen sind aufgrund der Schwere der Erkrankungen an der Tagesordnung. Darüber hinaus verursacht das Mobbing noch weitere von der Gesellschaft getragene Kosten, wie Heilkosten, Rehabilitationskosten, Kosten für Arbeitslosigkeit oder vorzeitige Verrentung der Betroffenen.

Welche Maßnahmen können Mobbing-Opfer ergreifen?
Zum ersten sollten sie das eigene Selbstvertrauen stärken. Zeigen Sie dem Täter ‚die Zähne'. Das stärkt Ihr eigenes Selbstvertrauen und schwächt die Position des Täters, weil im etwas entgegengesetzt wird.
Führen Sie ein Mobbingtagebuch. D.h. notieren Sie alle Vorfälle mit Uhrzeit, Situation, Namen der Anwesenden und Beschreibung des eigenen Gefühls in der Situation. Dies dient zum einen dazu, Ihnen einen Überblick zu verschaffen und kann im Falle eine Gerichtsverhandlung bei der Beweissicherung helfen.
Suchen Sie sich Hilfe, evtl. bei Kollegen, beim Betriebsrat, dem Personalrat oder auch bei externen Beratungsstellen und Mediatoren.
Und nicht zuletzt: Lassen Sie sich von einem, auf dem Gebiet des Arbeitsrechts spezialisierten, Anwalt beraten.


Autor: Petra Brerkovic
Email: petra.brerkovic[at]gmx.de





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© 17.01.2008 by Bimawi.de

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