Finanzierungsalternative Factoring
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Die Liquiditätslage von Unternehmen unterliegt ständigen Angriffen. Basel II und Ratings der Banken sorgen für verschärfte Finanzierungsvoraussetzungen. Ein konjunktureller Abschwung der Wirtschaft und die sehr niedrige Eigenkapitalausstattung vieler deutscher Unternehmen führen zu einer restriktiven Kreditvergabepolitik der Kreditinstitute. Wie soll der Unternehmer darauf reagieren?

Anhand des Beispiels Factoring, zeigen wir Ihnen auf, wie sie zusätzliche Liquidität gewinnen, den Einsatz flüssiger Mittel optimieren und dadurch auch eine Verbesserung Ihres Kreditratings erreichen.

Was jedoch ist Factoring genau?
Factoring ist der regelmäßige Ankauf von Forderungen aus Warenlieferungen und Dienstleistungen. Factoring bedeutet für den Unternehmer eine sofortige Bevorschussung seiner Rechnungen bis zu 90%, die komplette Übernahme des Ausfallrisikos und in vielen Fällen auch die Entlastung von unternehmensfremden Tätigkeiten wie Debitorenmanagement und Mahnwesen.

Factoring bietet dem Unternehmer einige entscheidende Vorteile. Die schnelle Liquiditätszufuhr und die umsatzkongruente Finanzierung führen zu zusätzlichen Ertragsmöglichkeiten im Wareneinkauf und einem größeren unternehmerischen Handlungsspielraum, der oftmals eine Stärkung der Wettbewerbsposition bedeutet. Der 100%ige Delkredereschutz und die laufenden Bonitätsprüfungen durch die Factoringgesellschaft führen zu einer Risikominimierung. Die Übernahme des kompletten Forderungsmanagements, des Mahnwesen und des Inkasso durch den Factor sorgen für eine administrative Entlastung des Unternehmers. Durch Factoring optimiert sich die Bilanzstruktur eines Unternehmens. Diese Verbesserung kann eine positive Auswirkung auf das Rating eines Unternehmens haben.

Eine Frage der Kosten. Was kostet Factoring letztendlich?
Üblicherweise setzen sich die Gesamtkosten für das Factoring aus drei verschiedenen Positionen zusammen:
  1. Factoringgebühr: Sie stellt den wesentlichen Bestandteil der Gesamtkosten dar. Sie wird erhoben für die Übernahme des Ausfallrisikos und der administrativen Aufgaben wie das Debitorenmanagement. Nach Verbandsschätzungen betragen die durchschnittlichen Factoringgebühren 0,5-3,0 % des angekauften Forderungsbestandes.
  2. Zinsen: Entsprechend des bankenüblichen Kontokorrentzinssatzes. Berechnung erfolgt für die Zeit vom Forderungsankauf bis zum Zahlungseingang des Kunden.
  3. Limitprüfungsgebühr: Einmal jährlich für die laufende Bonitätsüberwachung der Abnehmer.
Die Entscheidung für eine Factoringgesellschaft sollte jedoch nicht nur vom Preis abhängig gemacht werden. Viel wichtiger ist der angebotene Service.
Gute Hilfestellung bei der Auswahl des richtigen Factoringunternehmens bieten die Factoringmakler. Sie verschaffen zudem einen guten Überblick über den Gesamtmarkt und können auch Hilfestellung bei ergänzenden Finanzierungsformen - wie z.B. der Warenvorfinanzierung - bieten.

Autor: Marcus Winkelmann
Email: info[at]raja-consult.de





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